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Trainingslager 2011
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Neu!!!
                 
Trainingslager im Jahr 2011 oder auch genannt
„das Jahr der Invaliden“
Einige Wochen sind mittlerweile vergangen, seit unserem Aufenthalt in Italien; der Muskelkater ist vorbei, die Anstrengungen (fast) vergessen und der Kopf wieder einigermaßen frei, um die härtesten Tage des Jahres Revue passieren zu lassen.
  Die Teilnehmerzahl war heuer deutlich geschrumpft, was nicht zuletzt an unseren zahlreichen Invaliden und Versehrten gelegen haben dürfte.

Stefan Stehle hat sich unglücklicherweise kurz vorher mit seinem Carbonrenner von einem Cabrio auf die Haube nehmen lassen und unser Doc Stephan verbeugte sich beim Mountainbiken vor einem querliegenden Baumstamm, was einen Bruch im Unterarm zur Folge hatte.

Doch nicht nur unsere Zuhause-Gebliebenen hatten mit Blessuren zu kämpfen, war doch auch unser Uwe-Peter leicht gehandicapt, nachdem er beschlossen hatte, sein Mountainbike lieber von unten anzuschauen, um damit seiner Freundin zu imponieren.
Bei Manni wurde heuer des Öfteren die Luft knapp, was darin begründet lag, dass er auf seine alten Tage wieder auf eine Enduro steigen musste, was eine Rippenprellung zur Folge hatte.

Erstmalig in der Igea-Trainingslagergeschichte wurde daher die anstehende Ausfahrt bis auf Weiteres auf nachmittags verlegt.
Der Großteil der Gruppe machte sich deshalb nach dem Frühstück auf den Weg in die Lobby, bewaffnet mit iPhones, iPads, Laptops und noch mehr solchem Zeugs, um sich mit Genüge diesem – mittlerweile auch bei Sportlern angekommenen – Trend zu widmen.

Ein kleines Grüppchen Hochmotivierter führte derweilen lieber ein Athletik- & Krafttraining durch, weitläufig vielleicht eher bekannt unter „Bauch-Beine-Po & Rücken für den der‘s braucht“.
Da wurden Saftflaschen als Gewichte verwendet, sogar Elemente aus dem Yoga eingebaut und der Ein oder Andere kam dabei tatsächlich ins Schwitzen.

Nach dem Mittagessen ging es dann aber, nachdem das Unwetter etwas nachgelassen hatte, endlich los und die trainingssüchtige Meute konnte noch knappe 90km mit durchaus humanen 1.160 Höhenmetern zurücklegen.

Am Donnerstag war die Gruppe dann endlich komplett, auch die Münchner (diesmal ohne Kickerlegende Doc Stephan) waren mittlerweile angereist.
Das gute Wetter hatten sie glücklicherweise mitgebracht und so stand einer langen und anspruchsvolleren Ausfahrt nichts mehr im Wege. Christian Ammer hatte hierfür eine neue Route auskundschaftet und so kam mancher in den Genuss, zum ersten Mal in seinem Leben eine prozentuale Steigung mit einer „2“ vorne dran fahren zu dürfen. Manchem war das aber immer noch nicht genug und so fanden sich einige nachmittags im Pinienwäldchen zum mittlerweile schon obligatorischen Dauerlauf mit Lauf-ABC ein.

Abends standen dann wieder die berüchtigten Kickerturniere an.
Da Kickergott Stephan mit Abwesenheit glänzte, bildeten sich sehr schnell neue Formationen, heuer gemäß der Richtlinie „Alt gegen Jung“. Team „Jung“ (welches aus Andi Buser und Maria bestand) hatte dabei definitiv die Hosen an und gewann – bis auf 2 Ausrutscher – alle Spiele souverän.

Dann ward es auch schon wieder Freitag, das Bergzeitfahren stand an!
Von vielen gefürchtet, von wenigen geliebt – galt es also auch heuer wieder den „Berg“ von Sogliano zu bezwingen, also die 2,75 km mit einer durchschnittl. Steigung von 6,2% so schnell als möglich hochzufahren.

Schnell zeigte sich hier, wer heuer die beste Form hatte und so gab es bei der späteren Siegerehrung keine allzu großen Überraschungen mehr.

Wundersamerweise ging auch mit der neuen „Zeitnahme“ alles glatt, die heuer aus dem iPod von Manni bestand und schon an den Vorabenden für stundenlange, hitzige Diskussionen gesorgt hatte.

Zuerst ging es aber nach einer kurzen Verschnaufpause weiter mit der geplanten Etappe, welche uns sogar, dank eines Platten von Urs, eine Cappuccino-Pause (für die meisten die erste) einbrachte.

Dank dieser willkommenen Unterbrechung überlebte auch jeder die restlichen Kilometer und ein paar besonders Verrückte fanden daher sogar noch die Energie, nachmittags im Meer zu schwimmen. Bei einer Außentemperatur von 17° C sollte man sich eigentlich fragen, ob die total bescheuert sind, aber besondere Ziele erfordern besondere Maßnahmen und da Maria in wenigen Wochen einen Wettkampf im offenen Meer zu absolvieren hat, wurde Jürgen kurzerhand genötigt, mit ihr ein wenig dafür zu üben.

Ertrunken sind sie dabei zum Glück nicht – auch wenn Maria gefühlt das halbe Meer ausgetrunken hatte- und so konnte sie Manni dann wie gewohnt bei der spätabendlichen Siegerehrung assistieren.

Das Jahr 2011 war auch das Jahr der Rekorde, die Bestzeiten wurden weiter deutlich unterboten und bei den Männern konnte Andi Buser den von vielen heiß ersehnten Traum verwirklichen und die 8Minuten-Marke knacken.
Damit ließ er den Vorjahressieger Christian Ammer hinter sich und dieser musste sich mit dem zweiten Platz vor Alex Roth zufrieden geben.

Ganz, ganz heiß war es heuer auch bei den Damen.
Maria konnte die bestehende Bestzeit zwar nochmals um weitere 12 Sekunden unterbieten, dennoch hatte es am Ende nicht gereicht.
Sabine hatte diesmal die Nase vorn, im wahrsten Sinne des Wortes, es waren nur 2 Sekunden, die die Entscheidung und den somit wohlverdienten Pokal einbrachten.
Die beiden Vorjahressieger mussten sich daher stattdessen mit einem Fläschchen Kettenöl zufrieden geben, getreu dem Motto „von nix kommt nix“ oder „hättste mal besser geschmiert, wärs vielleicht auch zwei Sekunden schneller gegangen“.

Geschmiert wurden übrigens auch wieder die durstigen Kehlen der Radler, der traditionelle Pott Erdbeerbowle fiel heuer anteilsmäßig noch reichlicher aus, was eine recht gelöste Stimmung mit sich brachte.

Rücksicht genommen wurde am nächsten Morgen darauf aber nicht mehr, immer noch bestehende Kopfschmerzen wurden schnell mit Aspirin beseitigt und so fand man sich auch diesmal pünktlich um 9.00 Uhr an der Wasserstelle wieder, um die sogenannte Königsetappe in Angriff zu nehmen. Passend zusammenfassen kann man diese wieder mit: „krass viele Kilometer, krass viele Höhenmeter und schnell wars auch.“
Ganz ohne Vorkommnisse gings dann aber auch samstags nicht vonstatten.
War Thomas Kneidel (besser bekannt als Biergarten-Thomas) sonst eher ein unauffälliger Mitfahrer, konnte er schon kurz nach Beginn der Etappe dadurch auf sich aufmerksam machen, dass „Eier aus seinem Reifen wuchsen“, was zur Folge hatte, dass er bald darauf umkehren musste.
Alfred meinte, sich mutig dem Kampf mit einer Wespe stellen zu müssen, was dazu führte, dass ihn das kleine Biest unter der Radbrille stach und er deshalb den Rest des Italienaufenthaltes als einäugiger Bandit verbringen musste.

Der letzte Nachmittag im schönen Italien wurde wieder für eine zweite Trainingseinheit genutzt.
Diese bestand ganz nach persönlicher Vorliebe wieder aus Strandspazier-Walking, Schwimmtraining im Meer, Power-Shopping im Decathlon, oder einfach aus Sonnen-Bruzzeln auf der Dachterasse.

Dann ward auch schon Sonntag – letzter Tag. Etwas wehmütig fiel sie dann doch aus, die kleine Abschiedsrunde, die vor der Heimfahrt noch gedreht wurde. Aber wir kommen wieder, keine Frage – und dann heißt es:

Noch schneller, noch weiter, noch höher und noch steiler, denn besser geht immer (irgendwie) und von nix kommt nix!
 
  Ergebnis Zeitfahren
         
 
 
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