SITEMAP: Home > Verein >Trainingslager 2004 <Andalusien    
 
   
Trainingslager
2004/1
.
 
   
   
 

Was haben ein Esel, eine Schafherde und vier Radfahrer gemeinsam ?!??

   
.
Richtig, sie hatten ein riesiges Glück mit dem Wetter. :-)))
.
Ende März (vom 20. bis 27. März 2004) waren wir, d.h. Christian Staiger, Hans-Dieter Baumgart, Thomas Gruber und Daniel Speinle bei frühsommerlichen Temperaturen (bis zu 30 °C) für eine Woche im Trainingslager in Torremolinos/Malaga. Gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass das Wetter vor der Anreise unbeständig war und es nach dem Abflug in diesem normalerweisevon der Sonne verwöhnten Teil Spaniens regelrechte Überschwemmungen gab! Und wenn uns der Wettergott schon mal wohlgesinnt war, dann konnte auch sonst nicht mehr viel passieren.

Wir hatten keinen einzigen “Platten“ (das ist an und für sich schon unglaublich, angesichts teilweise schlechter Straßen mit Rollsplitt, Spurrillen und Schlaglöchern) und das Hotel war hervorragend. So konnten wir uns nach geleisteter Arbeit am Pool in der Sonne ahlen.

Danach stürzten wir uns in die Schlacht am Buffet (das kann nur derjenige verstehen, der schon mal Horden hungriger Teutonen, überwiegend Rentner, im Speisesaal eines spanischen Hotels erlebt hat). Jedenfalls musste immer einer von uns sich schon lange vor Einlass um 19.00 Uhr in die lange Schlange vor dem Speisesaal einreihen, um überhaupt noch einen Tisch zu ergattern. Und wer dann immer noch nicht genug hatte, der konnte sich bei einem kühlen Bier an Flamencotänzerinnen ergötzen. Zum Glück mussten wir nicht mittanzen!

Zum Radeln: In sechs Tagen brachten wir insgesamt 700 Radkilometer und 10.000 Höhenmeter zusammen. Am ersten Tag war schon etwas Orientierungssinn gefragt. Es verging einige Zeit, bis wir uns einen groben Überblick über die nähere und weitere Umgebung verschafft hatten. Aber auch an den nächsten Tagen standen wir manchmal wie der Ochs vorm Berg mit der Straßenkarte in der Hand. Das ging soweit, dass wir einmal von der Polizei bis nach Malaga eskortiert werden mussten.

Und wer es noch nicht weiß: bis auf die Autobahn (und selbst da waren wir uns nicht so sicher) können sämtliche Straßen auch von Radlern benutzt werden. Die Frage hieß letztendlich: wie entkommen wir möglichst schnell dem Autoverkehr? Nach ein paar Tagen wussten wir wie. Und das Hinterland von Malaga entschädigte uns dann aber vollständig für Autogehupe und Abgaswolken. Wir waren die Helden der Landstraße und wurden von der einheimischen Bevölkerung immer wieder laut mit Olé und Hola angefeuert. Sogar ein Lokführer begrüßte uns von seinem Zug aus mit lauter Sirene. Gas gaben Christian und Hans-Dieter. Letzterer war so übermotiviert und austrainiert, dass er am liebsten den ganzen Tag Tempo gemacht hätte. Aber die anderen wussten ihn schon zu bremsen. Landschaftlich war es ein Traum.

Vorbei an Orangenhainen und Frühlingswiesen quälten wir uns an manchen Tagen bis zu einem Stausee mit einem wunderbaren Panoramablick. Aber auch bei gelegentlichen Kaffeepausen konnten wir Land und Leute gut kennen lernen.

Am siebten Tag ruhten wir uns dann von den Strapazen aus (zwangsläufig, weil das Wetter umschlug) und besichtigten den Hafen mit seinen netten Cafes, Restaurants und Geschäften.

Fazit: es war ein erholsamer Urlaub, trotz aller Strapazen, und wir können Südspanien zum Trainieren guten Gewissens weiterempfehlen.


Live Berichterstatter Daniel Speinle
     
         
                   
                     
 
Kontakt | Impressum | Copyright